ich sehe wie du dich langsam auflöstwie deine wiederhaken in meinem hirnfleisch
ihren biß verlieren
panisch wirst du du merkst
deine stunde hat geschlagen
jetzt bist du dran ich merke
wie sich deine triumphierende maske
zu einer panischen häßlichen fratze verzerrt
die sich langsam auflöst von unten mein gehirn
es wird immer stärker
immer blutiger
es weiß was es will
dich vernichten
alles an dir löst sich auf
deine einst so blitzenden silbernen haken in mir
deine fratze ich ahne schon den tag
da deine plane davonflattern wird
deine plane die so dicht auf mir lastet gespannt
dein einst so vollkommen gesponnenes gewebe
das in mir alles kontrolliert der zoll
anmaßende maßnahmen dieses organs
fremdkörper ministerium des todes
bürokratie des sterbens
alle bürokratien der welt liegen fett
und feist in meinem gehirn
klumpige klobige bauwerke stehen hängen in meinem himmel
verdrängen verdunkelen meine helle seele
mein strahlendes blut
verderben es mit selbstzweifel
machen jede befreiung unschön
geben uns die schuld für unschönheit
ja wir müssen da raus nein
raus mit euch verschwindet löst euch auf
spuk verschwinde von unten da wo still
mein blutiges fleisch auf seinen tag wartet
da pocht es da pulst es kräftig an die pforte
dieses klobigen schlosses es muß sie nun öffnen
etwas bahnt sich an ein machtwechsel
stark und entschlossen drängen die neuen kräfte
stürzen sie die alten mächte
hinaus feistes fettes pack
schmarotzer am schaffen des volkes
ich sehe euch bischöfe in panik geraten bald
sucht ihr das weite ich sehe
ein lieb Mütterlein sich eurer annehmen
zuwendung die ihr nicht verdient
die aura eurer macht wirkt nach
nie seid ihr kleinzukriegen
ihr bleibt eine ständige bedrohung
feist und fett kluckt ihr über uns
es ist verwunderlich
wer gab euch diese macht
wo habt ihr sie her bonzen aller zeiten
die ihr zynisch heuchelt
klammheimlich und ängstlich darauf wartet daß euch
die ehrlichen menschen die früchte ihres schaffens antragen
feistes gesindel wer kann euch wegjagen
wo sind die entschlossenen männer
die stehen und nicht wanken
weil das blut das fleisch und der glaube sie ausfüllt
still stetig einfach kräftig ohne umwege
es pumpt und pulst es regt sich und west
nur dieser eine stetige herzschlag
nur diesen einen ihren glauben kennen sie
der nur und ganz ihr eigner ist
entstanden aus ihrem blute
erwachsen in ihrem fleisch
und aus dem was die ahnen taten
die auch nur sie selber waren
kein zweifel in ihrem fleische steckt woran auch
alles schwingt frei und ungebremst in wellen durch die geschlechter
muster schwappen nach vorn in die heutigen
drücken pumpen schmatzen nach vorn aus dem vergangenen
schwingen senden ihre botschaft
hinein in uns heutige die herzen pumpen
die muster strömen aus mit jedem schlag
eilen zu uns hin das ist der geist der glaube
der uns erfüllt durch uns in uns hineingepumpt
sonst nichts
kein buchstabe kein buch
keine geschichte keine schrift
wörter unter die wir uns pressen
begriffe die wir annehmen sollen
nur was durchs blut zu uns hinschwingt
kein symbol keine formel kein dogma
die gefühle das schauen und das sein waren
was uns ausmachte so wie es ist
und sich stets verändert
an nichts halten wir fest
viel zu groß ist unser vertrauen
in den puls wie er pumpt
wir wollen nichts wissen nichts
außer von europas herzschlag heute
keine wörter hören nichts
von fremden gespenster euren dreck
geboren aus verklemmung rechtfertigung verkehrung
uns zu verarschen niederzuhalten kaputtzumachen
jetzt stehen wir auf
entschlossene aufrechte männer
die wir durchdrungen sind
von unserem recht und unserem willen
dem willen zu bestehen
schlagen jagen wir euch aus unserer bahn
fegen euch weg dickes feistes gesindel
zynisches ausbeutergeschmeiß
schmarotzende würger unsagbar schamlos
die ihr dachtet ewig auf uns zu klucken
oh wie abgefeimt ihr waret wie unendlich zynisch
ihr den menschen heucheltet
ihre ehrlichkeit ausbeutetet
wie müssen wir uns wundern
über das ausmaß eurer schamlosigkeit
ihr hängt an einem faden
am mutterkuchen
jeden moment könnt ihr abfallen
wie der zeck der pralle blutegel
wie die faule tomate
ihr wißt jeden moment kann es passieren
panisch hängt ihr an unserem fleisch
saugt ihr solange ihr saugen könnt
solang euch niemand ertappt beim saugen
endlich als sauger erkennt
schnell noch saugen so viel es geht
schnell saugen saugen saugen aussaugen
schon sehen wir euch wie ihr
aus panikaugen zu uns herseht
die wir euch saugen sehen
und euch bald zerschmettern werden
wie einen lästigen zeck herausreißen und zermalmen
da fangt ihr an zu flennen
eigentlich sind wir nicht zynisch das schlechte gewissen
es überholt uns wir haben es unkenntlich gemacht
weil es uns verrät es geht nicht mehr anders
wir sind losgelöst von der welt
es gibt kein zurück mehr
wir kennen nur eine künstliche welt
wir sind verflucht keine körper kein fleisch zu haben
verflucht zu schmarotzen und wir wissen es
verflucht zur flucht
können nicht zu euch hin
leben in den lüften
nur noch lügen können wir
lügen lügen lügen
heucheln bis zum geht nicht mehr
und dann zittern zappeln zähneklappern
bitte laßt uns leben